Im Jah­re 1920 war aus dem öst­li­chen Teil des Krei­ses Fla­tow [Link zur Unter­sei­te], der nach den Bestim­mun­gen des Ver­sail­ler Ver­tra­ges an Polen abge­tre­ten wer­den muss­te, der „Powi­at sępo­leń­ski“ gebil­det wor­den. Nach dem Beginn des Zwei­ten Welt­krie­ges wur­de im besetz­ten Polen bei der Ein­rich­tung des „Reichs­gaus Danzig-​​Westpreußen“ die­ser Kreis unver­än­dert über­nom­men und als „Kreis Zem­pel­burg“ dem neu ein­ge­rich­te­ten Regie­rungs­be­zirk Brom­berg zuge­wie­sen. Dabei wur­den die Städ­te Kamin (Westpr.), Vands­burg und Zem­pel­burg der im Alt­reich gül­ti­gen Deut­schen Gemein­de­ord­nung vom 30. Janu­ar 1935 unter­stellt, die die Durch­set­zung des Füh­rer­prin­zips auf Gemein­de­ebe­ne vor­sah. Die übri­gen Gemein­den waren in Amts­be­zir­ken zusam­men­ge­fasst. Das Land­rats­amt befand sich wei­ter­hin in der Stadt, die nun wie­der Zem­pel­burg hieß.

Kreis Zempelburg 1942
Zusam­men­druck 1941 aus er Über­sichts­kar­te von Mit­tel­eu­ro­pa 1 : 300 000. Berich­tigt 1942. Hrsg. vom Reichs­amt für Lan­des­auf­nah­me, Ber­lin (Aus­schnitt). – Rech­te­inha­be­rin: West­preu­ßi­sche Gesellschaft

Gegen Ende des Zwei­ten Welt­kriegs wur­de der Kreis Zem­pel­burg im Früh­jahr 1945 von der Roten Armee besetzt und danach wie­der Teil Polens. Soweit die deut­schen Ein­woh­ner nicht geflo­hen waren, wur­den sie in der Fol­ge­zeit aller­meist aus dem Kreis­ge­biet vertrieben.