Das spä­te­re Kreis­ge­biet kam mit der Ers­ten Tei­lung Polens 1772 an Preu­ßen. Im Wesent­li­chen gehör­te es zunächst zum „Camm­in­schen Creis“ im Netz­edi­strikt, der seit 1775 unmit­tel­bar an die Pro­vinz West­preu­ßen ange­schlos­sen wurde.

Ausschnitt aus dem „Tableau zur Zusammensetzung der Karte von Preußen“ aus dem von Schmettauschen Kartenwerk (1767–1787) – Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Aus­schnitt aus dem „Tableau zur Zusam­men­set­zung der Kar­te von Preu­ßen“ aus dem von Schmet­tau­schen Kar­ten­werk (1767–1787) – Wie­der­ga­be mit freund­li­cher Geneh­mi­gung der Staats­bi­blio­thek zu Ber­lin – Preu­ßi­scher Kulturbesitz

Durch den Frie­den von Til­sit (1807) dem Her­zog­tum War­schau zuge­ord­net, kam das Gebiet 1815, im Zuge des Wie­ner Kon­gres­ses, aber wie­der an Preu­ßen zurück. Bei der Kon­sti­tu­ti­on der preu­ßi­schen Pro­vinz Groß­her­zog­tum Posen zum 1. Juli 1816 den Kreis Wir­sitz ein­ge­rich­tet, der bei einer wei­te­ren Kreis­re­form im Pose­ner Regie­rungs­be­zirk Brom­berg zum 1. Janu­ar 1818 noch­mals einen ver­klei­ner­ten Zuschnitt erhielt. Sitz des Land­rats­amts wur­de Wir­sitz. In die­ser Form bestand der Kreis bis 1920. Nach den Bestim­mun­gen des Ver­sail­ler Ver­tra­ges muss­te er in die­sem Jahr an den neu­erstan­de­nen pol­ni­schen Staat abge­tre­ten werden.

Kreis Wirsitz 1942
Zusam­men­druck 1941 aus er Über­sichts­kar­te von Mit­tel­eu­ro­pa 1 : 300 000. Berich­tigt 1942. Hrsg. vom Reichs­amt für Lan­des­auf­nah­me, Ber­lin (Aus­schnitt). – Rech­te­inha­be­rin: West­preu­ßi­sche Gesellschaft

Gegen Ende des Zwei­ten Welt­kriegs wur­de der Kreis Wir­sitz im Früh­jahr 1945 von der Roten Armee besetzt und danach wie­der Teil Polens. Soweit die deut­schen Ein­woh­ner nicht geflo­hen waren, wur­den sie in der Fol­ge­zeit aller­meist aus dem Kreis­ge­biet vertrieben.