Emil von Beh­ring (1896 im Alter von 42 Jahren]

Emil Adolf Beh­ring, ab 1901 von Beh­ring (* 15. März 1854 in Hans­dorf, Kreis Rosen­berg in der Pro­vinz West­preu­ßen; † 31. März 1917 in Mar­burg) war ein deut­scher Immu­no­lo­ge und Sero­lo­ge. Er war Begrün­der der pas­si­ven anti­to­xi­schen Schutz­imp­fung („Blut­se­rum­the­ra­pie“) und erhielt 1901 den ers­ten Nobel­preis für Phy­sio­lo­gie oder Medizin.

Beson­ders auf­grund sei­ner Erfol­ge bei der Ent­wick­lung von aus Blut­se­rum gewon­ne­nen Arz­nei­mit­teln gegen die Diph­the­rie und den Wund­starr­krampf (Teta­nus) wur­de er in der Pres­se als „Ret­ter der Kin­der“ und – da das Teta­nus­heil­se­rum ins­be­son­de­re den Ver­wun­de­ten des Ers­ten Welt­kriegs zugu­te­kam – als „Ret­ter der Sol­da­ten“ gerühmt. Beh­ring wur­de dar­auf­hin 1915 von Kai­ser Wil­helm II. mit dem Eiser­nen Kreuz am wei­ßen Ban­de ausgezeichnet.

Ein­trag in der „Neu­en Deut­schen Bio­gra­phie“ von Erich Baue­rei­sen: NDB Bd. 2 (1955), S. 14f.

Wikipedia-​​Eintrag

Bei­trä­ge im WPrJb bzw. in DW:

  • Hans-​​Jürgen Kämp­fert: Emil von Beh­ring. Ers­ter Nobel­preis­trä­ger für Medi­zin – 1901, WPrJb 52 (2002), S. 162–168
  • Ulri­ke Enke: Emil von Beh­ring (1854–1917) – Wis­sen­schaft­ler, Nobel­preis­trä­ger, Unter­neh­mens­grün­der aus Hans­dorf, Kreis Rosen­berg (DW 03/​​2017, S. 14–19)