Im Dop­pel­heft 17/​​18 des „West­preu­ßen“, das zum Bochu­mer Bun­des­tref­fen im Juni 1958 erschien, fin­det sich (S. 17–28) eine mit „E. Schmidt“ unter­zeich­ne­te Zusam­men­stel­lung von „West­preu­ßi­schen Dich­tern und Schriftstellern“.

Nach fast 50 Jah­ren wur­de die­se Lis­te kri­tisch durch­ge­se­hen und in die Home­page der Lands­mann­schaft West­preu­ßen („westpreussen-​​online“) auf­ge­nom­men. Für die nun­meh­ri­ge Ver­öf­fent­li­chung auf der Sei­te der „West­preu­ßi­schen Gesell­schaft“ ist sie noch­mals aktua­li­siert und nach Mög­lich­keit mit ent­spre­chen­den Internet-​​Einträgen ver­linkt worden.

Publi­ka­tio­nen die­ser Autorin­nen und Autoren sind mit weni­gen Aus­nah­men nicht mehr im Buch­han­del, son­dern nur noch in Biblio­the­ken ver­füg­bar. Vie­le Titel wer­den aber von Anti­qua­ria­ten ange­bo­ten, und eini­ge sind auch im „Pro­jekt Gutenberg-​​DE“ auf­zu­fin­den.

Die­se Aus­wahl erin­nert mit Ott­fried Graf Fincken­stein, Hans Bern­hard Mey­er, Edel­traud Schmidt von Papen­ha­gen, Hans Tschirner und Erich Wer­ni­cke nicht zuletzt an Per­sön­lich­kei­ten, die im engen Zusam­men­hang mit der Lands­mann­schaft West­preu­ßen oder deren Zei­tung „Der West­preu­ße“ für die Nach­kriegs­zeit das Bild von der ehe­ma­li­gen Pro­vinz sowie das Kon­zept einer „west­preu­ßi­schen Lite­ra­tur“ mit­ge­stal­tet haben.

Die Autorinnen und Autoren

Dr. jur. et Dr. rer. pol., geb. 9. 7. 1896 in Zop­pot, gest. am 27. Janu­ar 1955 in Würz­burg, schrieb neben gro­ßen bio­gra­phi­schen Wer­ken Novel­len, Lyrik und Büh­nen­stü­cke. Für West­preu­ßen ist sein 1951 erschie­ne­ner Roman „Die Roden­dah­ls“ von beson­de­rem Inter­es­se, weil dort das Schick­sal einer Dan­zi­ger Fami­lie in der Zeit von 1886 bis 1945 geschil­dert wird.

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geb. 22. 10. 1880 in Ber­lin, gest. 4. 2. 1946 in Lüne­burg, ent­stamm­te einer Dan­zi­ger Offiziers-​​Familie. Sie hat die Hei­mat ihrer Vor­fah­ren immer wie­der auf­ge­sucht und ihr auch in ihren kul­tur­ge­schicht­li­chen Roma­nen und Erzäh­lun­gen ein Denk­mal gesetzt, so in „Hugo Con­ventz und sei­ne Hei­mat. Ein Buch der Erin­ne­run­gen“ (1942) und in „Die Tag­fahrt der Preu­ßen. West­preu­ßi­sche Geschich­te aus sie­ben Jahr­hun­der­ten“ (1942).

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geb. 27. 3. 1864 in Stet­tin, gest. 26. 12. 1946 in Hei­del­berg, war 40 Jah­re lang Pfar­rer an St. Mari­en in Dan­zig. Noch bis zum Herbst 1945 hat er in Danzig-​​Langfuhr als Seel­sor­ger gewirkt. Als Schrift­stel­ler wur­de Brau­se­wet­ter, dr auch unter den Pseud­ony­men Arthur Sewett und Fried­rich Leo­ni publi­zier­te, durch sei­ne zahl­rei­chen, meist in Westpreußen/​​Pommern spie­len­den Roma­ne weit über Dan­zigs Gren­zen hin­aus bekannt. Er schrieb u. a.: „Der Armen­pas­tor“ (1899), „Der Staats­an­walt“ (1900), „Stirb und wer­de“ (1912), „Wer die Hei­mat liebt wie Du“ (1916), „Die letz­te Kar­te in der Hand“ (1933) und „Der Ruf der Hei­mat“ (1938).

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Roman­schrift­stel­le­rin, geb. 2. 11. 1902 in Dan­zig, leb­te in den 50er Jah­ren in Ber­lin. Neben ande­ren Roma­nen schrieb sie den teils in Frank­reich, teils im Dan­zi­ger Wer­der unter Men­no­ni­ten spie­len­den his­to­ri­schen Roman „Mar­gue­ri­te Val­mo­re“ (1948), der spä­ter unter dem Titel „Jen­seits des Stro­mes“ erneut ver­öf­fent­licht wur­de. Den Hin­ter­grund des in den zwan­zi­ger Jah­ren spie­len­den Romans „Kat­ja und die Schla­fen­den“ (1945) bil­det eben­falls die Dan­zi­ger Niederung.

geb. 25. 6. 1910 in Dan­zig, gest. 29. 19. 1962 in Bonn, Lyri­ker. 1935 erschien ein Teil sei­ner Lyrik in „Das jun­ge Dan­zig“, 1939 ver­öf­fent­lich­te er den Gedicht­band „An dem gro­ßen Strom“. Sei­ne übri­gen Gedich­te sind ver­streut in Zeit­schrif­ten und Zei­tun­gen erschie­nen, auch viel­fach im Rund­funk zu Gehör gebracht worden.

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geb. 30. 3. 1886 in Tuchel, gest. 1. 8. 1951 in Mün­chen. Auf­ge­wach­sen in Dan­zig, leb­te er spä­ter in Mün­chen und war dort mit Tho­mas Mann bekannt. Er schrieb Dra­men, Roma­ne, Erzäh­lun­gen, Kri­ti­ken und his­to­ri­sche Arbei­ten, dar­un­ter der in West­preu­ßen spie­len­de Roman „Über den Fel­dern“ (1911), der Chopin-​​Roman „Spiel in Moll“ (1919) und die Erzäh­lung „Der Unter­gang des Post­damp­fers“ (1916).

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Prof. Dr. phil., Völ­ker­kund­ler, geb. 8. 10. 1904 in Elbing, gest. 7. 1. 1973 in Gab­ber­see bei Was­ser­burg. Neben völ­ker­kund­li­chen Arbei­ten und Über­set­zun­gen aus dem Hawai­ischen, Samoa­ni­schen, Sia­me­si­schen und Ton­ga­ni­schen war er auf dem Gebiet der Lyrik, des Essays, Dra­mas und der Novel­le tätig. Er ver­öf­fent­lich­te u. a. die Gedicht­samm­lung „Mein West­preu­ßen­land“ (1929), „Nor­di­sche Gedich­te. Aus­le­se eines Jahr­zehn­tes“ (1932), die Komö­die „Die Dame mit den Sil­ber­spit­zen­fin­gern“ und die Erzäh­lun­gen „West­preu­ßi­sche Ori­gi­na­le. Eine schwip­pe Man­del hei­te­rer hei­mat­li­cher Erleb­nis­se“ (1936). Auch gab er eine Samm­lung let­ti­scher, est­ni­scher und litaui­scher Mär­chen her­aus. Von 1942 bis 1945 war er in KZ-Haft.

geb. 15.08.1905 in Bonn, Buch­händ­ler, leb­te von 1912 bis 1945 in Elbing, spä­ter in Ber­lin. Er starb am 30.05.1986 auf einer Rei­se in Oden­dorf. Er ver­öf­fent­lich­te die Gedicht­samm­lun­gen „Die stil­le Stra­ße“ (1930), „Das Fähn­lein weht im Wind“ (1931), „Neue Ufer“ (1932), die Erzäh­lung „Klei­ne Rei­se in den Früh­ling“ (1934), „Gesang der Plas­tik. Sonet­te zu den Wer­ken von Georg Kol­be“ (1957) und eine Rei­he von Lai­en­spie­len. Außer­dem schrieb er Bei­trä­ge für ver­schie­de­ne Zei­tun­gen, auch für das „Ost­preu­ßen­blatt“ und DER WESTPREUSSE, und ver­fass­te das Gedicht „Abends tre­ten Elche aus den Dünen“, das ver­tont nahe­zu zum Volks­lied wur­de.

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Prof. Dr. phil., Völ­ker­kund­ler, geb. 8. 10. 1904 in Elbing, gest. 7. 1. 1973 in Gab­ber­see bei Was­ser­burg. Neben völ­ker­kund­li­chen Arbei­ten und Über­set­zun­gen aus dem Hawai­ischen, Samoa­ni­schen, Sia­me­si­schen und Ton­ga­ni­schen war er auf dem Gebiet der Lyrik, des Essays, Dra­mas und der Novel­le tätig. Er ver­öf­fent­lich­te u. a. die Gedicht­samm­lung „Mein West­preu­ßen­land“ (1929), „Nor­di­sche Gedich­te. Aus­le­se eines Jahr­zehn­tes“ (1932), die Komö­die „Die Dame mit den Sil­ber­spit­zen­fin­gern“ und die Erzäh­lun­gen „West­preu­ßi­sche Ori­gi­na­le. Eine schwip­pe Man­del hei­te­rer hei­mat­li­cher Erleb­nis­se“ (1936). Auch gab er eine Samm­lung let­ti­scher, est­ni­scher und litaui­scher Mär­chen her­aus. Von 1942 bis 1945 war er in KZ-Haft.

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Dr. phil., geb. 10.9.1898 in Neustadt/​​Westpr., gest. 11. 3. 1963 in Lübeck, stu­dier­te in Bres­lau, leb­te von 1924 bis 1945 als Stu­di­en­rat in Dan­zig, dann in Lübeck. Er schrieb Dra­men, Erzäh­lun­gen, Roma­ne und Lyrik. Sein Dra­ma „Pid­der Lüng“ wur­de 1939 in Dan­zig urauf­ge­führt, „Der Brief des Königs“ 1956 in Iser­lohn. Für das Schau­spiel „Got­tes Müh­len mah­len“ (1942) erhielt er den Preis des Stadt­thea­ters Elbing. Von sei­nen sons­ti­gen Wer­ken sei­en als Bei­spie­le genannt: Das Schau­spiel „Die Füße im Feu­er“ (1944), der Roman „Die Flucht ins Glück“ (1950), die Erzäh­lung „Der Frem­de“ (1951) und die Gedicht­samm­lung „Am Weg­kreuz“ (1944). Aus einem wei­te­ren Roman, der damals im Ent­ste­hen war, druck­te „Der West­preu­ße“ 1957 ein Kapi­tel ab. Auch der Rund­funk brach­te in den 1950er Jah­ren ver­schie­de­ne Hör­spie­le, Gedich­te und Vor­trä­ge von ihm. Erd­mann war auch regel­mä­ßi­ger Mit­ar­bei­ter des Dan­zi­ger Haus­ka­len­ders, des Westpreußen-​​Jahrbuches und des „Wes­preu­ßen“.

geb. 4.2.1890 in Dan­zig, nach 1945 in Helm­stedt ansäs­sig, gest. 4. 11. 1980 in Göt­tin­gen, ist als Mär­chen­er­zäh­le­rin bekannt gewor­den. Bereits nach dem Ers­ten Welt­krieg zog sie als Mär­chen­er­zäh­le­rin durch Ost­preu­ßen. „Fern dem All­tag. Aus dem Tage­buch einer Mär­chen­frau“ (1925) sind ihre Erin­ne­run­gen an die­se Zeit. An Mär­chen­samm­lun­gen ver­öf­fent­lich­te sie „Mär­chen“ (1922), „12 Mär­chen für Kin­der“ (1928) und „Dan­zi­ger Mär­chen“ (1940). In „Danzig-​​Vineta“ schil­dert sie ihre Erin­ne­run­gen an die End­kämp­fe um Dan­zig 1945 und an die Flucht.

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geb. 8.3.1894 in Dan­zig, gest. 18.5.1950 in Lübeck, war nach Jah­ren als Haus­leh­rer in Est­land und Zivil­ge­fan­gen­schaft wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges in Arch­an­gelsk bis 1945 in Dan­zig als Ver­wal­tungs­be­am­ter bei der Poli­zei tätig. Er schrieb Novel­len, Erzäh­lun­gen, Roma­ne, Gedich­te, Sati­ren, Schau­spie­le, Hör­spie­le und auch Jugend­bü­cher. 1938 erschie­nen Erzäh­lun­gen aus Dan­zigs Ver­gan­gen­heit unter dem Titel „Der unge­rech­te Bür­ger­meis­ter“, 1940 die Novel­le „Gelieb­te Krea­tur“, 1944 das Lust­spiel „Die fixe Idee“ und vie­les ande­re. Sein 1949 erschie­ne­nes Buch „Ver­sun­ke­ne Gär­ten“ ent­hält sei­ne Jugend­er­in­ne­run­gen.

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geb. 28.1.1838 in Hohen­kirch, Kr. Brie­sen, gest. 16.12.1914 in Mari­en­burg, war Leh­rer und Hei­mat­dich­ter. Er ist der Ver­fas­ser des „West­preu­ßen­lie­des“ (1901). Die ers­te Ver­öf­fent­li­chung mit der Melo­die von Hugo Hart­mann wur­de 1903 beim Mari­en­bur­ger Ver­lag Aßmus her­aus­ge­ge­ben.

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Dr. rer. pol., geb. 18.4.1901 auf der Ordens­burg Schön­berg bei Mari­en­wer­der, gest. 23.11.1987 in Otta­wa. Nach län­ge­ren Berufs­rei­sen im Aus­land bei Deutsch-​​Eylau ansäs­sig, leb­te nach 1945 in Lübeck, in Chi­le und in Bonn, spä­ter in Kana­da. 1938 erhielt er den Raabe-​​Preis und den Dich­ter­preis der Stadt Braun­schweig, 1942 den Herder-​​Preis. Außer den Roma­nen „Die Mut­ter“ (1938), „Fünf­kir­chen“ (1936) und „Schwa­nen­ge­sang“ (1950) ver­öf­fent­lich­te er die Gedicht­samm­lung „Von den Quel­len des Lebens“ (1938), die Novel­le „Der Kra­nich­schrei“ (1937), die Erzäh­lun­gen „Das har­te Früh­jahr“ (1937) und ande­re Novel­len und Erzäh­lun­gen sowie auch Hör­spie­le. Der Roman „Die Mut­ter“ ist ins Däni­sche, Fin­ni­sche und Schwe­di­sche über­setzt wor­den. Ott­fried Graf Fincken­stein war Mit­glied im Bun­des­vor­stand der Lands­mann­schaft West­preu­ßen und redi­gier­te vie­le Jah­re die Zei­tung „Der West­preu­ße“.

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geb. 2.1.1907 in Brod­sack, Kr. Gr.-Werder, war Dramaturgie- und Regie­as­sis­tent am Leip­zi­ger und spä­ter am Dan­zi­ger Thea­ter. Nach Kriegs­aus­bruch wur­de er Lei­ter der lite­ra­ri­schen Abtei­lung des Dan­zi­ger Hör­funks, für den er auch Hör­spie­le schrieb. 1942 wur­de er zum Wehr­dienst ein­be­ru­fen. Seit März 1945 ist er ver­misst. In der Publi­ka­ti­on „Um dei­ner Hei­mat wil­len“ (1938) ist ein Teil sei­ner Lyrik ent­hal­ten. Humor­vol­le Dich­tun­gen in der Mund­art sei­ner Wer­der­hei­mat sind: „Foorts tom Beju­che“ (1936), „Pust di man nich opp“ (1939) und „Zoo­ker­schnut“ (1937). Fer­ner erschien von ihm das Pro­sa­werk „An der Mott­lau steht das alte Kran­tor“ (1941).

geb. 3.2.1861 in Kl. Fal­ken­au bei Mewe, gest. 1939 in Ber­lin, war Leh­re­rin und Roman­schrift­stel­le­rin. Eini­ge ihrer Roma­ne sind: „In engen Schran­ken“ (1894), „Der Lieb­lings­sohn“ (1909), „In der Strö­mung“ (1913) und „Fami­lie Wes­se­lingk“ (1920). Über­dies ver­öf­fent­lich­te sie Jugend­schrif­ten. Seit 1905 leb­te sie in Kiel, wo sie die Kin­der­bei­la­ge der „Kie­ler Neu­es­ten Nach­rich­ten“ redi­gier­te, 1908 zog sie nach Ber­lin, wo sie mit nam­haf­ten Schrift­stel­lern ver­kehr­te.

Ein­trag im „Lexi­kon Deut­scher Frau­en der Feder“ (1898)

geb. 1827 in Mari­en­burg, gest. 1890, war zu sei­ner Zeit sehr bekannt und geach­tet. Da er über­zeug­ter Bur­schen­schaft­ler war, 1848 am Wart­burg­fest teil­ge­nom­men hat­te und sich poli­tisch zu äußern wag­te, war ihm der Weg in den Staats­dienst ver­sperrt. Sei­nen Lebens­un­ter­halt ver­dien­te er sich fort­an als Schrift­stel­ler und Jour­na­list, da er sein Debüt als Novel­list bereits 1850 mit sei­nem Novellen-​​Zyklus Moder­ne Tita­nen erfolg­reich bestrit­ten hat­te. Auf dra­ma­ti­schem Gebiet schrieb er unter ande­rem „Dra­ma­ti­sche Bil­der aus deut­scher Geschich­te“ (1865).

geb. 17.8.1863 auf Sum­min bei Pr. Star­gard, gest. 6.6.1936 in Kas­sel, schil­dert in ihren Roma­nen und Erzäh­lun­gen viel­fach das west­preu­ßi­sche Land­le­ben, so in den Roma­nen „Sar­ko­schin“ (1899) und „Docen­do disci­mus“ (1902). Ihre „Klein­städ­ti­schen Geschich­ten“ (1897–1899) mach­ten sie zu einer der bedeu­tends­ten deut­schen Erzäh­le­rin­nen ihrer Zeit. Auch als Lyri­ke­rin ist sie hervorgetreten.

Prof. Dr. phil., geb. 17. 6. 1877 in Mari­en­fel­de bei Mari­en­wer­der, gest. 27.4.1940 in Adel­by bei Flens­burg, war vor­wie­gend Dra­ma­ti­ker. Die The­men sei­ner über drei­ßig Dra­men hat er wie­der­holt der Geschich­te und den Sagen sei­ner Hei­mat ent­nom­men, so z.B. in dem Dra­ma „Der Gekreu­zig­te“ (1911), das die Sage vom Kru­zi­fix in der Dan­zi­ger Mari­en­kir­che behan­delt, im „Mari­en­burg­fest­spiel“ (1924) und dem Fest­spiel „Bar­tho­lo­mä­us Blu­me“ (1928) und in den Dra­men „Hein­rich von Plau­en“ (1937) und „Tan­nen­berg“ (1938).

Dr. med., geb. 20. 9.1 845 in Frau­en­burg, gest. 1908, war Sani­täts­rat in Elbing. Sein „Lie­der­kranz von Bal­ti­schen Gesta­den“ mit dem Titel „Kahl­ber­ger Strand­gut“ (1885) ist viel­fach kom­po­niert und oft gesun­gen wor­den, und sei­ne patrio­ti­schen dra­ma­ti­schen Dich­tun­gen wur­den auf der Elbin­ger Büh­ne auf­ge­führt. Auch als Dia­lekt­dich­ter ist er bekannt geworden.

geb. 24. 3. 1864 in Königs­berg, gest. 3. 2. 1939 in Ber­lin, gilt all­ge­mein als ost­preu­ßi­sche Dich­te­rin, doch kam sie bereits als Halb­wüch­si­ge nach Elbing, wo sie zwölf Jah­re ihres Lebens ver­brach­te und das sie auch spä­ter noch oft besuch­te. Von ihren Roma­nen, Novel­len und Jugend­bü­chern spie­len daher eini­ge in West­preu­ßen, dar­un­ter ihr eige­nes Lieb­lings­buch, das Hun­de­buch „Schlumski“ (1916).

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geb. 9. 12. 1885 in Deutsch Eylau, gest. 27. 7. 1945 in Dan­zig, war seit 1908 als kul­tur­po­li­ti­scher Schrift­stel­ler der „Dan­zi­ger Neu­es­ten Nach­rich­ten“ tätig. Er ist der Ver­fas­ser der im Dan­zi­ger „Mis­singsch“ geschrie­be­nen und über Dan­zigs Gren­zen hin­aus bekannt gewor­de­nen „Stamm­tisch­ge­sprä­che des Ren­tiers Pogutt­ke“. Sein Roman „Drö­se“ ist unvoll­endet geblieben.

Lyri­ker, geb. 1790 in Dan­zig, gest. 1854, seit sei­nem 11. Lebens­jah­re blind, erfreu­te sich zu sei­ner Zeit gro­ße Beliebt­heit. Auch Goe­the und Eichen­dorff haben sei­ne Gedich­te gelobt. Vie­le sei­ner Lie­der sind Dan­zig, Mari­en­burg und der Ost­see gewid­met, beson­ders bekannt aber wur­de er durch sei­ne „Kriegs­ge­sän­ge“ (31829) und ande­re patrio­ti­sche Lieder.

geb. 30. 8. 1901 in Freiburg/​​Br., gest. 29. 2. 1972 ebd., ent­stamm­te einer alten west­preu­ßi­schen Fami­lie. Für kur­ze Zeit leb­te sie nach ihrer Hei­rat 1944 bis zur Flucht in West­preu­ßen, danach wie­der in Frei­burg. Sie war Ver­fas­se­rin von Kin­der­bü­chern sowie Roma­nen und Erzäh­lun­gen für Erwach­se­ne. Bekannt wur­de sie vor allem durch den Roman „Weich­sel­win­de“ (1942), der in spä­te­ren Aus­ga­ben unter dem Titel „Die Kro­na­cker“ erschien und in dem sie die Geschich­te einer west­preu­ßi­schen Fami­lie schil­dert.

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geb. 30. 5. 1864 in Dan­zig, Todes­da­tum unbe­kannt, leb­te nach 1945 eini­ge Zeit in Hol­stein, spä­ter in Offen­burg i. Br. – Ursprüng­lich hat­te er das Gärt­ner­hand­werk erlernt, ging dann als Arbei­ter in die Dan­zi­ger Gewehr­fa­brik und Artil­le­rie­werk­statt, dar­auf als Dre­her zur damals Kai­ser­li­chen Werft. 1911 erschien sein „Dan­zi­ger Uhles­pe­gel“, eine Samm­lung platt­deut­scher Spaß- und Spott­ge­dich­te. Gleich­zei­tig ver­öf­fent­lich­te er sei­ne lyri­schen und epi­schen Gedich­te unter dem Titel „Am Hünen­gra­be“. Sein his­to­ri­sches Dra­ma „Mar­tin Kog­ge“ wur­de 1912 am Dan­zi­ger Stadt­thea­ter auf­ge­führt. Das eben­falls his­to­ri­sche Dra­ma „Sün­de am Volk“ (1920) wur­de spä­ter unter dem Titel „Der Schick­sals­tag der Mari­en­burg“ zu einem Hör­spiel für den Lan­des­sen­der Dan­zig umge­ar­bei­tet. Nach 1945, also bereits in hohem Alter, schrieb er den Schwank „O die­se Jugend“ und das Hör­spiel „Das Geschick geht eige­ne Wege“ sowie eine Rei­he von Gedichten.

geb. 22. 7. 1882 in Grau­denz, gest. 24. 10. 1940 in Ber­lin, war wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges Kriegs­be­richt­erstat­ter in Russ­land. Als Pres­se­chef lei­te­te er die Volks­ab­stim­mung in sei­ner Hei­mat. Kurz dar­auf wur­de er als Direk­tor des Schutz­ver­ban­des Deut­scher Schrift­stel­ler nach Ber­lin beru­fen. Spä­ter über­nahm er dort die Direk­ti­on des S.-Fischer-Verlages. Er ist vor­wie­gend Dra­ma­ti­ker, Erzäh­ler und Dreh­buch­au­tor. Neben den Roma­nen „Der Blu­men­dieb“ (1909) und „Das Gast­mahl des Domi­ti­an“ (1929) schuf er eine Rei­he von Schau­spie­len: „Char­lot­te Stieg­litz“ (1915), „Colum­bus“ (1929), „Rem­brandt vor Gericht“ (1932) u. a., fer­ner auch ver­schie­de­ne Hör­spie­le. Nach dem Erfolg von Fried­rich Wil­helm Mur­n­aus Film „Faust – eine deut­sche Volks­sa­ge“ (1926), für den Kyser das Dreh­buch geschrie­ben hat­te, erhielt er das Ange­bot, bei „Luther – Ein Film der deut­schen Refor­ma­ti­on“ (1927) neben dem Dreh­buch auch die Regie zu über­neh­men.

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geb. 27. 1. 1885 in Ber­lin, Oberst­leut­nant a. D., leb­te lan­ge Jah­re in Danzig-​​Oliva, nach 1945 in Wer­ni­ge­ro­de, spä­ter in Bre­men, wo er am 30. 5. 1959 starb. Er war Lyri­ker und Essay­ist. 1950 wur­de er in Wer­ni­ge­ro­de wegen „Gefähr­dung des Frie­dens der DDR“ für ein hal­bes Jahr ver­haf­tet. Hier, im sowjet­zo­na­len Gefäng­nis, ent­stan­den sei­ne „Gedan­ken und Gedich­te aus dem Ker­ker“. Wei­te­re Lyrik-​​Sammlungen sind unter ande­rem „Ruf aus der Stil­le“ (1933) und „Herz, sei ruhig“ (1949). Fer­ner ver­öf­fent­lich­te er zwei Bücher über Macken­sen: „Gene­ral­feld­mar­schall v. Macken­sen“ (1935) und „Macken­sen, der Mar­schall Vor­wärts des Welt­krie­ges“ (1937). Lan­ge ist der Begrün­der und Her­aus­ge­ber der von 1920 bis 1939 erschie­ne­nen „Ost­deut­schen Monats­hef­te für Kunst- und Geis­tes­le­ben“, die 1951/​​52 (H. 21) sowie von 1955 bis 1963 (H. 22–29) eine Fort­set­zung fan­den. Zudem gab er den „Preu­ßen­ka­len­der“ und den Kalen­ders „Der Dan­zi­ger Bote“ her­aus. Zudem ist er der Mit­be­grün­der der Dich­ter­ver­ei­ni­gung „Die Kog­ge“. Vie­le sei­ner Gedich­te sind ver­tont wor­den. Carl Lan­ge erhielt 1959 den in die­sem Jahr erst­ma­lig ver­lie­he­nen West­preu­ßi­schen Kul­tur­preis. (Die Urkun­de und die Ehren­ga­be konn­ten ihm jedoch nicht mehr per­sön­lich über­reicht wer­den.)

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Ein­trag in der „Ost­deut­schen Biographie“

geb. 6. 12. 1866 (oder 1856) in Arns­fel­de, Kr. Dt. Kro­ne, gest. 29. 12. 1938 in Schwe­rin. Sie hat als ers­te Dich­te­rin die Tuche­ler Hei­de geschil­dert, aber auch Ita­li­en und Loth­rin­gen bil­den den Hin­ter­grund ihrer Roma­ne, Erzäh­lun­gen und Mär­chen. Ver­öf­fent­licht wur­den bei­spiels­wei­se die Novel­len­samm­lung „Der Sonn­tags­mann“ (1903) und die Roma­ne „Die Grenz­war­te“ (1905) und „Der Umweg zum Glück“ (1920). In West­preu­ßen spielt u. a. die Erzäh­lung „Madon­na im Schnee“. Der Roman“ Der gro­ße Pan“ (1908) schließ­lich ist ein kul­tur­ge­schicht­li­ches Doku­ment für den Typus des „Ostmarken-​​Romans“.

Zu die­ser Autorin erschient im „West­preu­ßen“, Jg. 68 (2016), S. 13f. der Bei­trag: „‚… wo der pol­ni­sche Wind schon scharf über die ost­deut­sche Hei­de­land­schaft weht‘ – Zum 150. Geburts­tag der Schrift­stel­le­rin Mari­an­ne Mewis“ (von Erik Fischer).

Dr. phil., geb. 20. 8. 1898 in Dan­zig, gest. 21. 4. 1982 in Rein­bek bei Ham­burg, bis 1945 Muse­ums­di­rek­tor in Grau­denz, war von 1955 bis 1962 Haupt­schrift­lei­ter des „West­preu­ßen“. Neben volks­kund­li­chen und kunst­ge­schicht­li­chen Arbei­ten ver­öf­fent­lich­te er die bei­den Danzig-​​Bücher „Schaf­fen­de Hand, kämp­fen­des Land“ (1937) und „Möwen umkrei­sen das Kran­tor“ (1954), die Erzäh­lun­gen und Gedich­te ent­hal­ten, und gab 1956 das Erin­ne­rungs­buch „Dan­zig in 144 Bil­dern“ her­aus. – Der Rund­funk brach­te des Öfte­rem Hör­fol­gen von ihm. Ein im Manu­skript fer­tig vor­lie­gen­der his­to­ri­scher Danzig-​​Roman ist 1945 ver­nich­tet wor­den, von sei­nen nach Hun­der­ten zäh­len­den Apho­ris­men sind vie­le in den Westpreußen-​​Jahrbüchern ver­öf­fent­licht wor­den, zu denen er auch mit aus­führ­li­chen Arti­keln bei­getra­gen hat. Außer­dem war er zeit­wei­se Bun­des­kul­tur­re­fe­rent der Lands­mann­schaft West­preu­ßen, die ihm 1971 die Westpreußen-​​Medaille verlieh.

geb. 18. 4. 1844 in Danzig-​​Langfuhr, gest. 1. 4. 1917 in Danzig-​​Oliva, war Leh­re­rin und zu ihrer Zeit eine der Haupt­ver­tre­te­rin­nen des Gesell­schafts­ro­mans. Oft spielt die Stadt Dan­zig in ihren Roma­nen eine Rol­le: „Die bei­den Repu­bli­ken“ (1887) schil­dern das Dan­zig der Fran­zo­sen­zeit, der Roman „Ges­tern und heu­te“ (1891) hat die Über­schwem­mun­gen im unte­ren Weich­sel­ge­biet zum The­ma.

Ein­trag im „Lexi­kon Deut­scher Frau­en der Feder“ (1898)

Prof. Dr. phil., geb. 29. 4. 1879 in Krück­wald (im Gdin­ge­ner Stadt­teil Klein Katz), gest. 14. 7. 1949 in Göt­tin­gen, ver­öf­fent­li­che neben literar­his­to­ri­schen Wer­ken den kul­tur­his­to­ri­schen Dan­zi­ger Familien-​​Roman „Die Burgs und die Straß“ (1938) und die Erzäh­lun­gen „Die Spei­cher­in­sel“ (1939) und „Gold der Ost­see“ (1940).

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geb. 24. 3. 1886 in Dan­zig, gest. 1976, Kunst- und Thea­ter­kri­ti­ker der „Dan­zi­ger Volks­stim­me“, leb­te in den 1950er Jah­ren in Berlin-​​Wannsee. Er schrieb Novel­len, Essays und Gedich­te, u. a. „Die Wind­har­fe“ (1920), „Dan­zig, Ant­litz einer alten Stadt“ (1924), „Die Fackel­trä­ger“ (1929) und „Bren­nen­de Ver­gan­gen­heit“ (1948).

geb. 7. 4. 1880 in Schwetz a. d. Weich­sel, Ober­leh­rer (in Neu­stadt, Grau­denz und Dt. Eylau), leb­te  spä­ter in Oli­va, wo er am 4. 4. 1922 gestor­ben ist. Neben ande­ren lite­ra­tur­his­to­ri­schen Ver­öf­fent­li­chun­gen wie die „Mari­en­burg in der deut­schen Dich­tung“ (1913) gab er 1915 sei­ne „Lite­ra­tur­ge­schich­te der Pro­vinz West­preu­ßen“ her­aus. Fer­ner erschie­nen von ihm die Gedicht­bü­cher „Weich­sel­rauschen“ (1905), „Der stil­le Weg“ (1911), „Hei­li­ge Stun­den“ (1915) und die Samm­lung von Lyrik und Pro­sa „Ver­klun­ge­ne Tage“ (1913).

geb. 1841 in Rügen­wal­de, gest. 25. 4. 1919 in Neu­stadt (Westpr.), wo sie jah­re­lang als Schul­vor­ste­he­rin gelebt hat­te. Sie bevor­zugt in ihren Erzäh­lun­gen die alt­preu­ßi­sche Ver­gan­gen­heit, so in ihrem 1875 erschie­ne­nen Werk „Im alten Preu­ßen“. Das Dan­zi­ger Patri­zi­er­haus der Fer­ber z. Zt. der Refor­ma­ti­on schil­dert ihre Erzäh­lung „Johann Kna­des Selbst­er­kennt­nis“ (1880); 1881 erschien die Erzäh­lung „Die Polen in Dan­zig“, und in die Schwe­den­zeit führt die Erzäh­lung „Ger­trud von Loden“ (1891).

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geb. 12. 5.1817 in Mari­en­wer­der, gest. 17. 12. 1879 in Ber­lin, gehör­te zu den Bewun­de­rern und Nach­ah­mern Bogu­mil Goltz‘, wobei sei­ne Art zu schrei­ben aller­dings lie­bens­wür­di­ger ist. Er ent­nimmt die Moti­ve sei­ner Erzäh­lun­gen dem häus­li­chen Leben, z. B. in: „Aus unse­ren vier Wän­den“ (1859/​​64), „Am eige­nen Herd“ (1873) und „Die Alten“ (1876).

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geb. 6. 12. 1885 in Elbing, gest. 5. 12. 1950 in Mün­chen, kam bereits mit vier Jah­ren mit sei­nen Eltern nach Han­no­ver, wo er auf­wuchs. Erst nach 40 Jah­ren kam er besuchs­wei­se wie­der nach Elbing. Den Ein­druck, den er von einem Besuch der Mari­en­burg emp­fing, schil­dert er in einem auto­bio­gra­fi­schen Auf­satz. Sein umfang­rei­ches Werk umfasst alle lite­ra­ri­schen Gat­tun­gen, z. B. die Gedicht­bän­de „Atti­sche Däm­me­rung“ (1914) und „Enak“ (1948), die Erzäh­lun­gen und Novel­len „Joseph Mont­fort“ (1918) und „Das Pris­ma“ (1925), den Vers­ro­man „Par­zi­val“ (1922) oder die Roma­ne „Cara“ (1936), „Rudolf Ezer­um“ (1943) und „Der Aus­wan­de­rer“ (1950). Die Jah­re 1938–1945 ver­brach­te Scha­ef­fer in Nord­ame­ri­ka; nach Deutsch­land kehr­te er erst im Herbst 1950 zurück. Von sei­nem fast 2.000 Sei­ten umfas­sen­den Haupt­werk, dem kunst­voll kom­po­nier­ten Roman „Heli­anth“ (1920) ent­stand im ame­ri­ka­ni­schen Exil 1948 eine Neu­fas­sung, die 1995 vom Weidle-​​Verlag in Bonn ver­öf­fent­licht wor­den ist.

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Ein­trag in der „Ost­deut­schen Biographie“

Dr. phil., geb. 1. 7. 1873 in Pr. Star­gard, gest. 27. 11. 1951 in Ber­lin, ver­öf­fent­lich­te neben zahl­rei­chen Wer­ken über das klas­si­sche Alter­tum und viel beach­te­te Über­set­zun­gen anti­ker grie­chi­scher Dich­tung reli­gi­ons­phi­lo­so­phi­sche Schrif­ten sowie ver­schie­de­ne Lyrik-​​Sammlungen wie „Die Eleu­si­ni­en“ (1898) und das Epos „Die Kyprien“ (1934 ).Er leb­te seit 1900 als frei­er Schrift­stel­ler in Mün­schen, Ber­lin und Rom.

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geb. 25. 9. 1902 in Dan­zig, gest. 26. 6. 1973 in Nideg­gen bei Düs­sel­dorf. Auf­ge­wach­sen in Thorn, leb­te sie nach 1945 als Male­rin und Schrift­stel­le­rin in Düs­sel­dorf. Sie schrieb Lyrik, Erzäh­lun­gen und Büh­nen­stü­cke und griff dabei immer wie­der west­preu­ßi­sche Moti­ve auf, so in dem Dra­ma „Kett­hart“. Zudem war auch Mit­ar­bei­te­rin am „Westpreußen-​​Jahrbuch“.

geb. 3. 1. 1800 in Dan­zig, gest. 28. 4. 1837 eben­dort, war ursprüng­lich Satt­ler­ge­sel­le, ent­wi­ckel­te sich aber trotz ungüns­ti­ger Lebens­um­stän­de wäh­rend der Jugend­zeit dann zum Jour­na­lis­ten und höchst frucht­ba­ren Schrift­stel­ler. Er schrieb Erzäh­lun­gen, Roma­ne, Gedich­te und Glos­sen zu Tages­er­eig­nis­sen. 1831 grün­de­te er „Das Dan­zi­ger Dampf­boot“, eine Zeit­schrift für Geist, Humor, Sati­re, Poe­sie, Welt- und Volks­le­ben, Kor­re­spon­denz, Kunst, Lite­ra­tur und Thea­ter. die er sechs Jah­re lang bis zu sei­nem Tode her­aus­gab und als Publi­ka­ti­ons­ort für sei­ne eige­nen Tex­te nutz­te.

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Ein­trag in der „Ost­deut­schen Biographie“

geb. 30. 12. 1882 in Dan­zig, gest. 22. 4. 1939 eben­dort, Jour­na­list, ver­öf­fent­lich­te das Dra­ma „Der Kuss der Judith Simon“ (1907), Roma­ne wie z. B. „Maria am Gesta­de“ (1920) oder „Die Schick­sals­schmie­de“ (1928), die Gedicht­samm­lung „Das gol­de­ne Tor“ (1924) das Sagen­buch „Dan­zi­ger Nacht­ge­sich­te“ (1918) und die im Dia­lekt geschrie­be­ne Novel­len­samm­lung „Noh­ber­schlied“ (1924).

geb. 20. 11. 1867 in Bud­da bei Lub­ichow, Kr. Pr. Star­gard, gest. 29. 6. 1930 in Ber­lin, war die jün­ge­re Schwes­ter der Male­rin Cla­ra Sie­wert (1862–1945). Ihre in West­preu­ßen spie­len­den Roma­ne und Novel­len sind von Ein­drü­cken der Natur und Kind­heit bestimmt. Von ihren Wer­ken sei­en bei­spiel­haft genannt: die Novel­len­bän­de „Kin­der und Leu­te“ (1906) und „Der Sum­bud­da­wald“ (1928), die Roma­ne „Unver­ges­se­ne Men­schen“ (1911) und „Lipskis Sohn“ (1913) sowie die Erzäh­lung „Das Gesin­de“ (1923).

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geb. 25. 4. 1897 in Elbing, gest. 28. 10. 1975 in Bad Tölz, war Autor, Gra­fi­ker und Zau­be­rer. Nach sei­ner Schul­zeit über­sie­del­te er nach Dan­zig, 1923 ver­öf­fent­lich­te er ers­te Tex­te. 1942 erhielt er den Lite­ra­tur­preis der Stadt Dan­zig. Er schrieb die Roma­ne „Was­ser­näch­te“ (1941), „Fähr­mann Huuk“ (1949) und „Der Schat­ten des Eras­mus Habe­dank“ (1951), das Jugend­buch „Der bun­te Sper­ling“ (1939), die Erzäh­lung „Die Rei­se nach Ame­ri­ka“ (1949) und das Hör­spiel „Der Flücht­ling aus Sai­gon“ (1951). Zudem ver­öf­fent­lich­te er eine Viel­zahl von Bas­tel­bü­chern, Anlei­tun­gen zum Zau­bern sowie Rät­sel und Kari­ka­tu­ren. Zudem gab er sei­ner­zeit die politisch-​​satirische Zeit­schrift „Das Dan­zi­ger Forum“ her­aus.

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geb. 3. 5. 1851 in Mari­en­wer­der, gest. 22. 9. 1923 in Mün­chen, gehört zu den west­preu­ßi­schen Hei­mat­dich­te­rin­nen. Sie besuch­te das Leh­re­rin­nen­se­mi­nar in Grau­denz und war spä­ter im Schul­dienst in Schle­si­en und West­preu­ßen tätig. Nach ihrer Hei­rat leb­te sie in Königs­berg und Ber­lin. Vie­le ihrer lite­ra­ri­schen Wer­ke spie­len in West­preu­ßen, so ihr Schau­spiel „Pan Cezar“ (1895), das am „Ber­li­ner Thea­ter“ auf­ge­führt wur­de, ihre Roma­ne und Erzäh­lun­gen „Cezar Gra­win­ski“ (1895), „Auf der Neh­rung“ (1899) oder „Vor­früh­ling“ (1904). Von ihr stam­men auch die Roma­ne „Immer lus­tig“ (1912), der im König­reich West­fa­len (1807–1813) spielt, sowie „An der Gren­ze“ (1924).

Ober-Stud.-Dir. a. D., geb. 14. 10. 1877 in Alten­pla­thow bei Gen­thin, gest. 10. 9. 1953 in Wals­ro­de, leb­te jah­re­lang in West­preu­ßen, das ihm zur zwei­ten Hei­mat wur­de. Seit 1905 war er als Leh­rer in Mari­en­wer­der, 1937 wur­de er als Ober­stu­di­en­di­rek­tor der Hermann-​​Balk-​​Schule vor­zei­tig pen­sio­niert. Sei­ne Novel­len und Erzäh­lun­gen „Kletz“ (1921), „Bau­ern­schick­sa­le an der Weich­sel“ (1923), „Treue“ (1927) und „Die Weich­sel rief“ (1940) spie­len sämt­lich in West­preu­ßen. Er schrieb Bei­trä­ge für den „West­preu­ßen“ und gab der Redak­ti­on – wie aus deren Nach­ruf deut­lich wird – oft­mals Rat und Anregungen.

geb. 21. 11. 1894 in Jastrow (West­preu­ßen), Todes­da­tum unbe­kannt, leb­te lan­ge Jah­re als Leh­re­rin und Schrift­stel­le­rin in Zop­pot, nach dem Krieg in Wei­mar und Ber­lin, spä­ter ist sie wahr­schein­lich nach Chi­le aus­ge­wan­dert. Sie war vor allem Lyri­ke­rin, doch hat sie auch Erzäh­lun­gen, Kurz­ge­schich­ten und Jugend­bü­cher geschrie­ben, dar­un­ter das 1949 erschie­ne­ne Dan­zi­ger Erinnerungs- und Jugend­buch „Klei­ne Dagmar“.